Um den Hotspots zu entfliehen gehts ab nach Kon Tum. Die letzte Station offenbarte das wahre Vietnam, mehr davon. Die Strasse ist Teil des beruehmten Ho Chi Minh Pfades, ein verzweigtes Wegenetz von Nord nach Sued. Über den Pfad wurden täglich mehrere hundert Tonnen Material geschleust, begleitet von amerikanischen Luftangriffen (ca. drei Millionen Tonnen Bomben). Die materiellen Verluste waren gering, das Material wurde zum Teil auf Fahrraedern durch den Dschungel geschleust. Zigtausende verloren dabei durch Bomben und Malaria ihr Leben.
In Kon Tum besichtige ich ein paar Doerfer der Banhar, eines von 15 Bergvoelkern mit eigenem Dialekt und eigener Kultur. Das Dorfleben ist einfach, schwarze Wasserbueffel und Schweine laufen frei herum. Die Menschen leben vom Reis und dem Anbau von Maniok. Die Kinder sind schmutzig und teilweise nackt. Frauen hacken und Holz besorgen die Felder, die Maenner sitzen im Haus und trinken Reiswein. Es ist Sonntag, viele sind betrunken. Dieses Bild laesst sich auf ganz Vietnam uebertragen, nach meinem subjektiven Bild ist der vietnamesische Mann eher arbeitsscheu.
Morgens gehts durch die Truong Son Berge nach Hoi An. Der Minibus ist gut gefuellt, ein Student kann ein paar Brocken Englisch und ist sehr interessiert. Anschliessend wird fuer dan ganzen Bus uebersetzt, Vietnamesen kennen keine Privatsphaere. Wenn mein Nachbar muede ist, lehnt er sich einfach an meine Schulter. Der Fahrer hat es sehr eilig. Er ist ein sehr weiser Mann. Er kann um die Ecke sehen, wenn er gerade in einer steilen Kurve ueberholt. Vier Vietnamesen uebergeben sich in Plastiktueten.
Viele sehr arme Doerfer am Wegesrand. Hier tickt die Uhr anders. Die Bewaldung ist fast voellig verschwunden, nur Straeucher und kuemmerliche Baeume sind zu sehen. Der exzessive Einsatz von Entlaubungsmittel laesst auch 36 Jahre nach Kriegsende kein Wachstum zu.
Ein Ansturm von Motofahrern lauetet die Ankunft in Hoi An ein.
Dienstag, 31. März 2009
Sonntag, 29. März 2009
Quy Nhon
Willkommen zurueck! Mui Ne koennte sonstwo in der Welt liegen, das hier ist wieder Vietnam. Das einzige Hostel in der Stadt liegt direkt an einer grossen Strandpromenade gesaeumt mit Palmen und bunten Fischerbooten im Wasser. Als einziger Gast schlafe ich im 6er dorm, die Nacht ist kurz, komme um 4 ins Bett und 7 wieder raus.
Der ausgedehnte Spaziergang offenbart eine ueberaus freundliche Stadt, auf der Strasse wird nett gegruesst. Bin hier die einzige Langnase. Schoen ist die Stadt nicht beonders, aber originell. Hunderte Stromleitungen an Kreuzungen, ebensoviele Motorraeder. Busse und alte Laster, Autos sind nicht existent. Dauergehupe wie immer. Frauen verkaufen in Koerben den frisch gefangenen Fisch auf der Strasse.
Etwas fehlt. Keiner fragt mich ob ich ein xe om (Mototaxi) brauche. Die Cyclofahrer ignorieren mich. Toll.
Nach ein paar Runden und einem zweiten Fruehstueck (Krebssuppe) gehts zu zwei Cham Tuermen aus dem 12 Jahrhundert. Einen Mopedfahrer muss ich erst suchen und ansprechen. Stelle mich auf Verhandlungen ein, mein Maximalpreis wird unterboten. Toll. Fuer einen Dollar faehrt er mich eine Stunde durch die Gegend.
Abends kommen 3 neue Leute an, ein nettes Paar aus England ist auch dabei. Mit Englaendern kann man an der Strandpromenade super Bier trinken.
Am naechsten Tag gehts allein an den Queens Beach, ein wunderschoener Strand, tolle Wellen. Fuer die paar km leih ich mir ein Rad um dann Hundert mal hin und Hundert mal zurueck mit einem "Hello what's your name" gegruesst zu werden. Mit zwei Aerzten (Praxisjahr) aus Neuseeland gehts ab in die Wellen. Baden ist ueberall verboten, vom Parkpersonal wird man aber staendig ermuntert in Wasser zu springen.
Abends gibts Seafood in einem tollen Restaurant. Hat den Charme eines alten Hallenbades, ueberall laute Vietnamesen aber das Essen ist unschlagbar.
Wir sind zu viert und wollen es mal richtig wie die Vietnamesen krachen lassen. Ein Kasten Bier wird an den Tisch geordert, Eiskuebel. Nach fast jedem Schluck wird von der Bedienung nachgeschuettet. Handteucher werden gereicht, wir bestellen Riesengarnelen, Krebse, einen grossen Fisch auf einer Platte, Vorspeise und eine Art Hotpot. Dabei kommt ein Topf mit Flamme darunter an den Tisch, Gemuese und Gewuerze. In die kochende Bruehe kommt ein weiterer Fisch, Tintenfisch, Shrimps. Gegessen wird durcheinander, jeder nimmt sich was er will. Beim Spaziergang am Strand beaeugt uns die Jugend, von ueberall wieder hello. Die jungen Leute hier gehen in keine Disko, der Samstag wird bei Saft und gefrorenem Obst am Strand verbracht. Um Zehn ist schon nichts mehr los.
Die freundlichste Stadt Vietnams.
Der ausgedehnte Spaziergang offenbart eine ueberaus freundliche Stadt, auf der Strasse wird nett gegruesst. Bin hier die einzige Langnase. Schoen ist die Stadt nicht beonders, aber originell. Hunderte Stromleitungen an Kreuzungen, ebensoviele Motorraeder. Busse und alte Laster, Autos sind nicht existent. Dauergehupe wie immer. Frauen verkaufen in Koerben den frisch gefangenen Fisch auf der Strasse.
Etwas fehlt. Keiner fragt mich ob ich ein xe om (Mototaxi) brauche. Die Cyclofahrer ignorieren mich. Toll.
Nach ein paar Runden und einem zweiten Fruehstueck (Krebssuppe) gehts zu zwei Cham Tuermen aus dem 12 Jahrhundert. Einen Mopedfahrer muss ich erst suchen und ansprechen. Stelle mich auf Verhandlungen ein, mein Maximalpreis wird unterboten. Toll. Fuer einen Dollar faehrt er mich eine Stunde durch die Gegend.
Abends kommen 3 neue Leute an, ein nettes Paar aus England ist auch dabei. Mit Englaendern kann man an der Strandpromenade super Bier trinken.
Am naechsten Tag gehts allein an den Queens Beach, ein wunderschoener Strand, tolle Wellen. Fuer die paar km leih ich mir ein Rad um dann Hundert mal hin und Hundert mal zurueck mit einem "Hello what's your name" gegruesst zu werden. Mit zwei Aerzten (Praxisjahr) aus Neuseeland gehts ab in die Wellen. Baden ist ueberall verboten, vom Parkpersonal wird man aber staendig ermuntert in Wasser zu springen.
Abends gibts Seafood in einem tollen Restaurant. Hat den Charme eines alten Hallenbades, ueberall laute Vietnamesen aber das Essen ist unschlagbar.
Wir sind zu viert und wollen es mal richtig wie die Vietnamesen krachen lassen. Ein Kasten Bier wird an den Tisch geordert, Eiskuebel. Nach fast jedem Schluck wird von der Bedienung nachgeschuettet. Handteucher werden gereicht, wir bestellen Riesengarnelen, Krebse, einen grossen Fisch auf einer Platte, Vorspeise und eine Art Hotpot. Dabei kommt ein Topf mit Flamme darunter an den Tisch, Gemuese und Gewuerze. In die kochende Bruehe kommt ein weiterer Fisch, Tintenfisch, Shrimps. Gegessen wird durcheinander, jeder nimmt sich was er will. Beim Spaziergang am Strand beaeugt uns die Jugend, von ueberall wieder hello. Die jungen Leute hier gehen in keine Disko, der Samstag wird bei Saft und gefrorenem Obst am Strand verbracht. Um Zehn ist schon nichts mehr los.
Die freundlichste Stadt Vietnams.
Freitag, 27. März 2009
Mui Ne
Endlich wieder Strand! An das Chaos in Saigon hat man sich so schnell gewoehnt, dass man das blaue Wasser und den fast sauberen Strand sehr schaetzt. Problematisch ist es, eine Unterkunft zu finden. Mui Ne ist auf 11 kmn mit teuren Resorts zugepflastert. Hier zahlt man im Schnitt 70 - 100 Dollar pro Nacht. Willkommen in Spanien! Nein, Tunesien! Oder doch Vietnam? Die Anlagen gleichen sich. Die Speisekarten der Restaurants bieten Schnitzel, BBQ, Spaghetti und Pizza an. Natuerlich auch leckeres Seafood: Thunfisch, Red Snapper, Prawns und Hummer. Die Mopedfahrer lauern ueberall, meiner will mich davon ueberzeugen, dass meine Unterkunft no good ist und full of prostitutes. Er will mir eine andere zeigen, only 15 Dollar yours is 30. Kann man nur noch grinsen, endlich angekommen zahle ich bei einer netten Familie 8 Dollar. Zehn Meter weg vom Strand. Alles super. Hier spricht man deutsch, treffe 2 deutsche Jungs und zwei Maedels. Zwei lustige Schweizer machen eine nette Runde komplett, abends sparen wir uns die teuren Beachclubs und sitzen bei gutem Saigon Bier am Strand.
Nachmittags bricht die Zeit der Kitesurfer an, alle tragen die Haare lang und sind blond. Wenn man Stereotypen sucht, sind sie hier zu finden. 5 Stunden Kiteunterricht kosten 195 Dollar. Der Kitelehrer ist sehr nett, sehs Monate hier, dann sechs Monate Peru. Die Russen hier in den Resorts zahlen sehr gut.
Ein Ausflug zum naechsten Fischerort und dem Hafen ist meine einzige aber lohnenswerte Aktivitaet. Ansonsten entspannt am Strand.
War super zum relaxen, aber will mal wieder Vietnam sehen. Auf nach Quy Nhon!
Reingefallen.
Geblendet von den etwas gehobenen Preisen und der Sonne am Strand informiere ich mich nicht ueber die Preise fuer ein Zugticket. Nachtzug nach Quy Nhon, 21 Dollar Sleeper with air con. Alles klar. Alles ein abgekatertes Spiel, das Zugticket bekomme ich vom Mopedfahrer erst am Zug. Umgerechnet 11 Dollar hat das Ticket gekostet, den Rest hat sich der Mitarbeiter des Reisebueros eingesteckt. Overcharging ist the name of the game.
Das passiert hier fast immer, wunderbar zu beobachten an Essensstaenden. Wenn man sich eine Minute Zeit nimmt und einem Vietnamesen den Vortritt laesst kann man die Farbe des Geldscheins erkennen. Bestellt man nun selbst ist der Preis doppelt oder dreifach ueberhoeht. Grinsen und auf den Vietnamesen deuten, wenns nicht hilft ordentlich protestieren. Dann gibts den Rabatt.
Der Zug kommt nicht wie vom Reisebuero angekuendigt um 6 an, sondern um 3 nachts. Eine nette, alte Vietnamesin teilt sich mit mir die 10 km Taxifahrt.
Nachmittags bricht die Zeit der Kitesurfer an, alle tragen die Haare lang und sind blond. Wenn man Stereotypen sucht, sind sie hier zu finden. 5 Stunden Kiteunterricht kosten 195 Dollar. Der Kitelehrer ist sehr nett, sehs Monate hier, dann sechs Monate Peru. Die Russen hier in den Resorts zahlen sehr gut.
Ein Ausflug zum naechsten Fischerort und dem Hafen ist meine einzige aber lohnenswerte Aktivitaet. Ansonsten entspannt am Strand.
War super zum relaxen, aber will mal wieder Vietnam sehen. Auf nach Quy Nhon!
Reingefallen.
Geblendet von den etwas gehobenen Preisen und der Sonne am Strand informiere ich mich nicht ueber die Preise fuer ein Zugticket. Nachtzug nach Quy Nhon, 21 Dollar Sleeper with air con. Alles klar. Alles ein abgekatertes Spiel, das Zugticket bekomme ich vom Mopedfahrer erst am Zug. Umgerechnet 11 Dollar hat das Ticket gekostet, den Rest hat sich der Mitarbeiter des Reisebueros eingesteckt. Overcharging ist the name of the game.
Das passiert hier fast immer, wunderbar zu beobachten an Essensstaenden. Wenn man sich eine Minute Zeit nimmt und einem Vietnamesen den Vortritt laesst kann man die Farbe des Geldscheins erkennen. Bestellt man nun selbst ist der Preis doppelt oder dreifach ueberhoeht. Grinsen und auf den Vietnamesen deuten, wenns nicht hilft ordentlich protestieren. Dann gibts den Rabatt.
Der Zug kommt nicht wie vom Reisebuero angekuendigt um 6 an, sondern um 3 nachts. Eine nette, alte Vietnamesin teilt sich mit mir die 10 km Taxifahrt.
Donnerstag, 26. März 2009
Saigon
Die 6.3 Millionen Einwohner sind wohl gerade alle auf einem Moped unterwegs, so fuehlt sich das an, wenn man an einer riesigen Strassenkreuzung im Stau steht. Die Luft zum atmen ist nicht besonders gesund, es geht endlich weiter ein Geschiebe und Gedraenge loest den Stau auf, jeder hupt mindestens dreimal. Ein Meer von Motorraedern schiebt sich in den naechsten Kreisel, gefahren wird kreuz und quer nicht selten auch gegen den Verkehr. Funktioniert alles super, nach dem ersten Tag hat man sich total ans Chaos gewoehnt. In den naechsten drei Tagen werden einige Pagoden (vor allem im chinesischen Viertel Cholon) besichtigt. Das War Remants Museum zeigt die grausamen Bilder des Vietnamkrieges, allesamt Aufnahmen amerikanischer Kameramaenner. Helikopter, Panzer, Bomben, die unvorstellbaren Tiger Cages (Foltergefaegnis) sind zu sehen. 3 Millionen Vietnamesen fanden den Tod, 2 Millionen davon zivile Opfer. Unbegreiflich, dass Amerikaner noch einmal in einen Kieg ziehen. Drei amerikanische Touristen koennen die Traenen unmoeglich verbergen. Bedrueckend.
Noch heute sieht man auf der Strasse Napalmopfer und viele Menschen mit erheblichen Verstuemmelungen am Koerper. Alles Folgen von chemischen Kampfmitteln, Hunderttausende Kinder kommen behindert zur Welt.
Um die Stimmung wieder etwas zu heben, gehts in den botanischen Garten, leider hat das Nationalmuseum zu also besuche ich den Zoo. Erwartungsgemaess sind die Tiere nicht den besten Bedingungen ausgesetzt.
Am den folgenden Tag gibts unzaehlige Maerkte zu bestaunen, geschaeftiges Chaos in der Mittagshitze.
Erwahnenswert sind auch die Prachtstrassen: Prada, Gucci alles vorhanden. Saigon ist sehr arm und sehr reich.
Ein Update gibts bald! Zeitlicher Engpass, da Abholung aus Mui Ne zum Nachtzug nach Quy Nhon! :-)
Guten Mittag aus Quy Nhon, um der Hitze zu entfliehen schreibe ich ein paar Zeilen. Aktuell 35 Grad.
Erwaehnenswert ist der Reunification Palace, im April 1975 donnerten die nordvietnamesischen Panzer durch die Eisentore der des Praesidentenpalastes. Ein historisches Stueck Geschichte fuer Vietnam nachzulesen und eindrucksvoll auf Bildern festgehalten unter: http://en.wikipedia.org/wiki/Fall_of_Saigon.
Die Cu Chi Tunnels erspare ich mir, voellig touristisch aufgekitscht und ueberlaufen. So kann man als VC (nordvietnamesischer Soldat) verkleidet durch die Tunnelsysteme rennen. Inclusive Foto.
Hier in Vietnam besteht Helmpflicht, man sollte sich den Fahrer UND den Helm genau ansehen. Moechte nicht noch einmal einen rosa Helm tragen auf dem ein gelber Entenaufkleber zu sehen ist. Die Vietnamesen sind da schmerzfrei. :-)
Essen gehen ist wundervoll in Saigon, solange man nicht in der Touristenmeile vergeblich nach vietnamesischen Gerichten sucht. Mittags gibts meist eine pho ga (Suppe mit Reisnudeln und Huehnchenfleisch). Zumeist als Fruehstueck gegessen ist es die Lieblingsspeise der Vietnamesen. Das Pendant zu Mc Donalds heisst Pho24 und ist sehr lecker mit erstklassigem Service.
Abends trifft man sich im Go2, der Hotspot fuer die meisten Reisenden. Wir sind ne nette 7er Truppe, der malaysische Unternehmer schickt seine Frau zum shoppen und kurbelt den Umsatz ordentlich an. Eine wahnsinnig witziger Typ, wir haben viel zu lachen und wenig zu zahlen. Am Ende begleicht er die Rechnung und laedt uns nach Koala Lumpur ein. Ein Portugiese folgt seiner Einladung und fliegt tags darauf richtung Malaysia.
Aus meinem netten "Hotel" bei MiMi (2 Zimmer, wohne quasi mit der Familie zusammen) checke ich aus, um in Richtung Mui Ne Beach auszubrechen.
Noch heute sieht man auf der Strasse Napalmopfer und viele Menschen mit erheblichen Verstuemmelungen am Koerper. Alles Folgen von chemischen Kampfmitteln, Hunderttausende Kinder kommen behindert zur Welt.
Um die Stimmung wieder etwas zu heben, gehts in den botanischen Garten, leider hat das Nationalmuseum zu also besuche ich den Zoo. Erwartungsgemaess sind die Tiere nicht den besten Bedingungen ausgesetzt.
Am den folgenden Tag gibts unzaehlige Maerkte zu bestaunen, geschaeftiges Chaos in der Mittagshitze.
Erwahnenswert sind auch die Prachtstrassen: Prada, Gucci alles vorhanden. Saigon ist sehr arm und sehr reich.
Ein Update gibts bald! Zeitlicher Engpass, da Abholung aus Mui Ne zum Nachtzug nach Quy Nhon! :-)
Guten Mittag aus Quy Nhon, um der Hitze zu entfliehen schreibe ich ein paar Zeilen. Aktuell 35 Grad.
Erwaehnenswert ist der Reunification Palace, im April 1975 donnerten die nordvietnamesischen Panzer durch die Eisentore der des Praesidentenpalastes. Ein historisches Stueck Geschichte fuer Vietnam nachzulesen und eindrucksvoll auf Bildern festgehalten unter: http://en.wikipedia.org/wiki/Fall_of_Saigon.
Die Cu Chi Tunnels erspare ich mir, voellig touristisch aufgekitscht und ueberlaufen. So kann man als VC (nordvietnamesischer Soldat) verkleidet durch die Tunnelsysteme rennen. Inclusive Foto.
Hier in Vietnam besteht Helmpflicht, man sollte sich den Fahrer UND den Helm genau ansehen. Moechte nicht noch einmal einen rosa Helm tragen auf dem ein gelber Entenaufkleber zu sehen ist. Die Vietnamesen sind da schmerzfrei. :-)
Essen gehen ist wundervoll in Saigon, solange man nicht in der Touristenmeile vergeblich nach vietnamesischen Gerichten sucht. Mittags gibts meist eine pho ga (Suppe mit Reisnudeln und Huehnchenfleisch). Zumeist als Fruehstueck gegessen ist es die Lieblingsspeise der Vietnamesen. Das Pendant zu Mc Donalds heisst Pho24 und ist sehr lecker mit erstklassigem Service.
Abends trifft man sich im Go2, der Hotspot fuer die meisten Reisenden. Wir sind ne nette 7er Truppe, der malaysische Unternehmer schickt seine Frau zum shoppen und kurbelt den Umsatz ordentlich an. Eine wahnsinnig witziger Typ, wir haben viel zu lachen und wenig zu zahlen. Am Ende begleicht er die Rechnung und laedt uns nach Koala Lumpur ein. Ein Portugiese folgt seiner Einladung und fliegt tags darauf richtung Malaysia.
Aus meinem netten "Hotel" bei MiMi (2 Zimmer, wohne quasi mit der Familie zusammen) checke ich aus, um in Richtung Mui Ne Beach auszubrechen.
Montag, 23. März 2009
Socialist Republic of Vietnam - Mekongdelta
Raus aus dem Koenigreich Kambodscha rein in den Sozialismus. Sozialismus? Fehlanzeige. Maximal die Uniformen erinnern einen daran. Der Vietanmese strebt heute nach Gewinnmaximierung, die geschaeftigkeit dieser Menschen ist kaum zu uebersehen. Jeder kauft, verkauft irgendwas. Haeuserwaende gibt es nicht, jedes Gebaude birgt einen Laden, Suppenkueche, Werkstatt. Zu Hunderttausenden aneinandergereiht ergibt das einen kapitalistisch orientierten Ameisenhaufen.
Der Grenzuebertritt ist auch ein Geschaeft, ich haette keinen Stempel im Pass. Fuellen sie das bitte aus, macht zwei Dollar. Ich weigere mich und beginne zu diskutieren, was im gefeilsche endet. Wir einigen uns grinsend auf einen Dollar. Bezahle mit einem Zehner um zu sehen wie die Stattskasse aussieht. Sie steckt in der rechten Hosentasche des Grenzbeamten und ist voll mit Dollarnoten.
Ha Tien, dann mit dem Bus nach Chau Doc. Die Mopedfahrer sind hier aktiver ums postiv auszuduecken, ueberall wird man angesprochen. Bye something Sir.. ist das Motto der naechsten Tage. Das Leben findet auf den Tausenden Kanaelen des Deltas statt, die Flaeche ist auf jedem Zentimeter agrarisch genutzt, Fische, Krabben, Shrimps ueberall zu kaufen. Meine Fahrt im lokalen Bus findet zwischen Kisten von Krabben und vielen Fischen statt.
Ich buch eine Tour durchs Delta, welches auch meine letzte Tour war. Ab jetzt organisiere ich wieder alles allein. Im Schnelldurchlauf wird man durch Doerfer und Kanaele geschleust.
Am Ende lerne ich nette Menschen kennen (Oesterreich, Malaysia, England) , mit denen ich einen Abend auch in Saigon verbringe. Der Englaender ist witzig. Er hat seinen Job verloren, Bank of Scotland. Finanzkrise. Jetzt reist er ein Jahr durch die Welt.
Die Speisekarte hier ist vielfaeltiger! Krabben, Fisch, Schnecken, Schlange, Frosch und auch gegrillte Ratte in vier Versionen ist erhaeltlich. Entscheide mich fuer den gegrillten Aal.
Freitag, 20. März 2009
Rabbit Island
Ueber Phnom Penh gehts ueber schlechte Strassen und Staubpisten nach Kep. Der Busfahrer ist sehr alt und witzig, der Bus ohne funktionierende Lueftung ebenso alt wie der Busfahrer. Macht nix, dann bleibt halt waehrend der Fahrt die Tuere einfach offen. Abends in Kep angekommen, entscheide mich mit zwei Deutschen (von denen ich mich sofort abseile, einer benimmt sich wirklich respektlos) zur Ueberfahrt auf Rabbit Island. (Hat die Form eines Hasen wenn man zuviel Raiswein intus hat) Im Dunkeln erreichen wir auf einem kleinen Holzboot die Insel. Zwei Jungs, kaum aelter als 14 steuern den Kahn sehr sicher. Abends wurde ich von der Khmer Familie zum Essen eingeladen, es gibt leckere Meeresschnecken, die wirklich super schmecken! Dazu Shrimpsuppe und einen gebratenen Fisch den ich eigentlich bestellt hatte. Der Mann kann ein paar Woerter Englisch ansonsten wird viel improvisiert. Die Insel offenbart am naechsten Tag ihre Schoenheit: Menschenleerer Strand, Fischerhuetten, kleine Bambushuetten. Die kleinen Berge der Insel sind bedeckt mit Wald. Das ist eine Trauminsel, aber nicht so wie man sich das vorstellt. Hier leben Kuehe, Huehner, Ziegen, Hunde, Katzen, Schweine inmitten der Huetten. Unter meiner Huette schlaeft das freilaufende Schwein, was mir wohl einige schrecklich juckende Flohbisse eingebracht hat. Ich umrunde mit einem Belgier (er bezeichnet sich als Kuenstler, lebte sein halbes Leben in Indien und seine Kunst ist meines erachtens mehr als brotlos) und einer Hollaenderin die Insel. Wir treffen auf kleine Huetten, in denen Fischer ihren bescheidenen Lebensuntehalt verdienen.
Das Essen ist gut und mehr als frisch. Die Zubereitung dauert lange, kein Wunder bei Bestellung sind der Fisch und die Krabben noch in einem Kaefig im Meer. Das Huhn noch am Leben. Zwei Franzosen bestellen Huhn, daraufhin wird geschlachtet. Nach zwei schoenen Tagen in sehr rustikaler Umgebung verlasse ich die Insel und mache besuche kurz die Stadt Kampot. Auf einem Moto gehts ueber rote Staubpisten die 60 km ueber die Grenze nach Vietnam. Goodbye Cambodia.
Sonntag, 15. März 2009
Kompong Chnang
Der heutige Tag beginnt um sieben im Bus und endet mit der Abfahrt um neun. Wenn zu wenig Leute da sind wartet man einfach bis der Bus voll ist :-) An dieses Tempo hab ich mich aber voellig gewoehnt die Uhren ticken halt anders. Im Bus bin ich die Attraktion fuer die Kinder jede Mutter hebt ihr Kind mehrmals hoch, damit es die Langnase (hier gelte ich als schoen, weil meine Nase lang ist :-)) betrachten kann. Kein Wunder bin auch der einzige Tourist. Freut mich, in Kompong Chnang sind die Motofahrer viel zu schuechtern, um ueber mich herzufallen. Ein netter Mann spricht mich an, er sieht aus wie 22 ist aber 36. Kann etwas englisch. Er fahert mich in eine schauerliche Unterkunft, die ein Loch ohne Fenster ist. 3 Dollar. Besser ein wenig Luxus und ich steige im Skho Hotel ab, das wirkt daneben wie ein Paradies. In der Stadt rennen mir die Kindere hinterher, hello hello. Beim essen im foodstall sitze ich recht zentral, freundlich beaeugt. Scheinen sich wohl nicht viele hierher zu verirren. Die Freudlichkeit ist echt, ein alter Mann der recht gut Englisch kann setzt sich neben mich und wir halten einen Plausch.
Mein Fahrer bietet mir einen tollen Trip an, es wird ein wahnsinnig toller Tag mit unglaublich vielen Erlebnissen. Da waeren die kleinen Doerfer inmitten von Reisfeldern, mit super freundlichen Menschen. Bei einer Familie bleiben wir stehen und ich darf mich unter den Bambusvorbau setzen. Komplimente fuer meine tolle helle Haut, lange Nase, bekomme das Baby auf den Schoss gesetzt. Viel Gelaechter. Es geht weiter durch traumhafte Landschaften zum Tonle Sap Lake, in eine Seenlandschaft mit Reisanbau, Fischfang, Fischerbooten und Doerfern die ind der Regenzeit auf dem Wasser schwimmen. Ein anderes, auf den ersten Blick voellig friedvolles Leben. Die Kinder laufen mir scharenweise hinterher, niemand will mir etwas verkaufen nur mal die Nase anfassen :-) Am Ende gehts zu einem schwimmenden Markt bei dem tonenweise Melonen und andere Lebensmittel angeboten werden Nichts fuer Klaustrophobiker, da gehts ganz schoen laut und eng zu. Jeder schaut mich an und winkt mir zu. Darf wieder Kinder halten. :-) Am Ende gehts zum Sonnenuntergang auf die Reisfelder, unter einer Bambushuette laedt man mich zum Essen ein. Es gibt gebratene Froesche. Lecker. Wirklich. Dazu Palmbier das ganz schoen reinhaut. Die Leute sind sehr interessiert, einer kann englisch und uebersetzt. Im Gelaechter geht die Sonne unter, toller Tag.
Mein Fahrer bietet mir einen tollen Trip an, es wird ein wahnsinnig toller Tag mit unglaublich vielen Erlebnissen. Da waeren die kleinen Doerfer inmitten von Reisfeldern, mit super freundlichen Menschen. Bei einer Familie bleiben wir stehen und ich darf mich unter den Bambusvorbau setzen. Komplimente fuer meine tolle helle Haut, lange Nase, bekomme das Baby auf den Schoss gesetzt. Viel Gelaechter. Es geht weiter durch traumhafte Landschaften zum Tonle Sap Lake, in eine Seenlandschaft mit Reisanbau, Fischfang, Fischerbooten und Doerfern die ind der Regenzeit auf dem Wasser schwimmen. Ein anderes, auf den ersten Blick voellig friedvolles Leben. Die Kinder laufen mir scharenweise hinterher, niemand will mir etwas verkaufen nur mal die Nase anfassen :-) Am Ende gehts zu einem schwimmenden Markt bei dem tonenweise Melonen und andere Lebensmittel angeboten werden Nichts fuer Klaustrophobiker, da gehts ganz schoen laut und eng zu. Jeder schaut mich an und winkt mir zu. Darf wieder Kinder halten. :-) Am Ende gehts zum Sonnenuntergang auf die Reisfelder, unter einer Bambushuette laedt man mich zum Essen ein. Es gibt gebratene Froesche. Lecker. Wirklich. Dazu Palmbier das ganz schoen reinhaut. Die Leute sind sehr interessiert, einer kann englisch und uebersetzt. Im Gelaechter geht die Sonne unter, toller Tag.
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